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Electronic Publishing
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Dieses Angebot kann nicht vollständig sein, es wird immer ein Ausschnitt bleiben. Es gibt allein an Deutschlands Hochschulen und Fachhochschulen eine Menge Leute, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Wenn ich auf ihre Texte oder Homepages stoße, nehme ich ich sie gerne mit hier auf. Aber diese Liste ist kein professionelles Elaborat, sondern bleibt auch eine Beschäftigung, die mir nicht nur aufs Magister-Zeitbudget, sondern auch auf den studentischen Geldbeutel schlägt. Deswegen kann ich auch nicht die Informationen so zusammenstellen, wie ich es gerne täte.
Und trotzdem halte ich das nachfolgende Angebot schon für brauchbar.

CAJUN-Homepage (CD-ROM Acrobat Journals Using Networks) Dabei geht es im Wesentlichen um die elektronische Verbreitung von journalistischen Artikeln mit Hilfe der Adobe Acrobat Technik, u.a. mit pdf (Portable Document Format). Das Projekt bietet auf seiner Startseite eine Menge eigene Informationen sowie links zum Thema, unter anderem zu Online-Quellen, Newsgroups, Mailinglisten und Veranstaltungen im EP-Bereich. Beteiligt sind am Projekt auch:

Da ich bisher nur sporadisch auf diesen Seiten zu Gast war, kann ich nicht viel mehr über die Verbindungen untereinander aussagen, nur soviel: Alles (Projekte und z.T. auch die Texte) ist mit allem irgendwie verlinkt, und massig links führen auch direkt zu einzelnen Texten - von denen auch weiter unten einige noch mal explizit angegeben sind.

Desktop News Über einen kommerziellen Versuch, Desktop News (und Desktop Television) als Video on demand für Computerbenutzer anzubieten
Achtung, keine Homepage, sondern nur ein Artikel
Electronic Newsstand Ltd Keine Homepage, lediglich eine Pressemitteilung über die Electronic Newsstand Ltd, per gopher.netsys.com. zu erreichen
Europäische Kommission DG XIII (für Telekommunikation, Information und Forschung) Unter diesem URL findest Du das deutschsprachige Executive Summary der Studie "Strategische Entwicklungen für die Europäische Verlagsindustrie im Hinblick auf das Jahr 2000. Europas Multimedia-Herausforderung.", Brüssel, Luxemburg, 1996.
Die EL-PUB 2 Studie wurde von Andersen Consulting mit Hilfe von IENM (dem Institut für Informationsökonomie und Neue Medien am Techno-Z FH-Salzburg) für die Europäische Kommission, DG XIII, erstellt.
Teile der Executive Summary sind auch unter http://www2.echo.lu/info2000/eu/projects.html erhältlich.

Das Summary liegt im pdf-Format vor, dafür benötigst Du den Acrobat Reader von Adobe, den Du for free saugen kannst. Der Umfang der Arbeit beträgt 59 Seiten. Allerdings muß ich zwei kleine Mängel rügen:
Erstens wurden keine Seitenzahlen eingefügt. Das ist schon ein bißchen schwachsinnig, weil man so nicht besonders gut daraus zitieren kann. Man hat doch gerade deswegen das pdf erfunden, damit man auf fertig formatierte und gestaltete Inhalte zurückgreifen kann. Dieses Verfahren ist mir also zumindest unverständlich (vielleicht auch nicht: Die Papierversion kostet 75 ECU).
Zweitens - und das bezieht sich wieder auf die paneuropäischen Programmierkünstler - sind die Vorlagen nicht sauber gescannt worden. Es fehlt auf einigen Seite eine halbe bzw. eine ganze Zeile. IMHO würde sich eine Nachbesserung schon lohnen.

Eine zusammenfassende Information unter dem Titel "Vom Griffel zum Schirm. Neue Studie der Europäischen Kommission zu den Entwicklungen beim Elektronischen Publizieren" listet die Hauptpunkte der Studie, die Vorgehensweise, Folgemaßnahmen, eine Auskunftsadresse sowie in Kurzform die zehn Thesen und die Empfehlungen stichpunktartig auf. Der auf dieser Seite angegebene Link zur Management-Zusammenfassung führt allerdings zur englischen Version, deswegen empfehle ich den oberen URL.

Fragebogenaktion von Holger Rada, der an der Uni Tübingen eine Diss. zu Zeitungen auf dem World Wide Web schreibt. IMHO etwas fragwürdiges Design des Fragebogens. Was will er denn damit rausbekommen? Besser schon gefiel mir der folgende Fragebogen:
Fragebogenaktion des Instituts für Journalistik an der Uni Hamburg (bei Prof. Dr. Irene Neverla) zu Online-Zeitungen, auf Wunsch werden den Teilnehmern die Ergebnisse per email übermittelt, wenn die Umfrage abgeschlossen ist - im wesentlichen geht es um Nutzerprofile. Wann das allerdings ist - wer weiß? Nachfragen brachten bisher noch keine Antwort
Frankfurter Buchmesse Der Online-Dienst informiert über Elektronische Medien auf der Frankfurter Buchmesse. Zahlen, Interviews, Vorstellung der CD-ROMs zur Messe.
Weitere Informationen und CD-ROM-Bestellung:
press@bookfair.com
Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation TOPADRESSE!
Hier (und auch hier) findet Ihr den (fast) kompletten Tagungsband Forum Online Publishing vom 17.6.1996
Mit den äußerst lesenswerten Beiträgen:
  • Online - Einführung und Vision
    H.J. Bullinger, M. Stelter und O. Kelkar (Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO)
  • Organisation und Arbeitsabläufe bei Online-Publishing
    U.Booms (Spiegel Online)
  • Erfahrungen einer Werbeagentur
    G. Lohre (Roth/Kohre/Lorenz GmbH)
  • Fax-On-Demand - Beispiel einer Diffusionsstrategie
    T. Treutler (Informationsmanagement GmbH)
  • Internet und Intranet: Journalismus zwischen Schreibmaschine und Onlinenetz
    T. Barth ( Stuttgarter Nachrichten Verlagsgesellschaft)
  • Dienstleistungen im Online-Bereich
    G. Schreiber (Süddeutscher Verlag)
  • Inhaltsgestaltung bei Print und Online
    P. Welchering (Konradin Verlag)
  • Technologische Entwicklungen im Internet
    O. Kelkar (Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO)
  • Die ausgabemedienneutrale Datenbank - Vorgaben aus der Praxis
    U. Stetter (Mediengruppe Süddeutscher Zeitungsdienst)
  • Kommerzielle Internetnutzung und Sicherheitsaspekte
    T. Renner (Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO)
  • Recht im Internet
    A. Witte (Witte und Witte, Rechtsanwälte)
IFRA Die INCA-FIEJ Research Association ist eine internationale Forschungs- und Beratungssvereinigung der Zeitungs- und Druckindustrie. Sie betreibt Forschung zur Technik und Ökonomie, veranstaltet auch Seminare, Workshops, Symposien und Foren, bzw. Kongresse.
Gibt die Hauszeitschrift "Zeitungstechnik" in mehreren Sprachen heraus, in der auch regelmäßig Beiträge zum Electronic Publishing enthalten sind. Weiterhin special reports zu Themen aus dem Druckbereich.
Ein älterer Konzeptionsvorschlag für die Industrie - das INESnet, ein elektronischen Vertriebssystems für Zeitungen, wurde jedoch nicht realisiert.
1025 Mitglieder, davon 940 Zeitungsverlage und 85 Systemanbieter, Hersteller und verschiedene Unternehmen. Finanziert sich unabhängig. 60 Mitarbeiter, Jahresbudget 12 Mio. DM (Stand Mai 1995).
Die Webpräsenz ist leider für Nichtmitglieder relativ abgeschottet.
INES INES Media Concepts GmbH, The Initiative for Newspaper Electronic Supplements
100-prozentige Tocher der IFRA, ebenfalls mit Sitz in Darmstadt
INES dient der Unterstützung der Zeitungsindustrie im Bereich der elektronischen Medien, z.B. mit Technologietransfer, Kontakten zwischen Systemherstellern, Hard- und Softwareindustrie sowie Zeitungsverlagen, aber auch der Entwicklung von Medienkonzepten und Zusatzdiensten für Printmedien. Der Schwerpunkt liegt auf Forschungsprojekten und der Entwicklung elektronischer Supplements.

Im März 97 habe ich entdeckt, daß die INES ihre Seiten "relaunched" hat, und das bedeutet zweierlei:
Erstens ist das Angebot übersichtlicher und graphisch ansprechender strukturiert als vorher.
Zweitens sind die bisher durch jedermann abrufbaren Informationen des Gesamtangebots gesperrt worden. Zugang erhalten nur noch Mitglieder.
Schade: Denn dabei wurde das INESnet vorgestellt, ein (allerdings nicht realisiertes) Konzept für ein elektronisches Vertriebssystem für Zeitungen. Außerdem gab es eine große Liste von Online-Zeitungen. Und nicht zuletzt verwiesen Listen auf die Mitglieder der INES, andere Organisationen und andere interessante Seiten zum Thema. Wer in Kontakt treten möchte, sende eine mail...

INMA "Der Internationale Zeitungsmarketing-Verband (INMA) ist eine gemeinnützige Mitgliedschafts-Organisation, die sich um Anerkennung und Ausweitung der Marketingaktivitäten im Hinblick auf die "totale Zeitung"engagiert.", sagt die INMA von sich selbst. Was die Mitglieder der INMA unter der "totalen Zeitung" verstehen, wird selbstverständlich auch erklärt. Ich zumindest finde den Begriff im deutschen Sprachraum recht bedenklich...
Hier gibt es massig Informationen nicht nur über Electronic Publishing, sondern auch über Werbung, Marketing, Neuigkeiten der Zeitungsorganisation und so weiter und so fort. Auf den INMA-Seiten außerdem Publikationen, Forschungs- und Kongreßberichte, Verweise zu Zeitungen, Verbänden und sonstigen interessanten Adressen auf der ganzen Welt. Eine sehr ergiebige Seite, in mehreren Sprachen zugänglich!
NewsPAD The Portable Multimedia Newspaper
Das berühmt-berüchtigte digital tablet ist hier in voller Schönheit zu bewundern. zu gut deutsch: Das Multimediagerät, das man wie eine Zeitung auch mit in die Badewanne nehmen kann. Entwickelt wurde es von Acorn Risc Technologies (Cambridge, U.K.), unter anderem mit Finanzspritzen der Europäischen Kommission. Details gibt's dazu auf der oben verlinkten Seite und den Folgeseiten.
Walter Bender vom MIT hatte jahrelang Pionierarbeit geleistet und die Ablösung der herkömmlichen Zeitung prophezeit, wenn ein solches Gerät erst einmal auf dem Markt sei.
Nun ist es vielleicht soweit: Eine kleine Lesergruppe des El Periódico de Catalunya (der größten Tageszeitung in Barcelona) testet zur Zeit das Gerät, welches zur Bedienung nur einen An-/Aus-Schalter und einen Touch-Screen zum Navigieren besitzt.
Übertragen werden die Daten entweder verschlüsselt über Rundfunk (nächtliches update) oder direkt über eine (Video-) Satellitenverbindung. Außerdem können die Daten über das Internet transportiert werden, allerdings nur in einer Richtung (im Gegensatz zum ansonsten bidirektionalen Verfahren). Die Entwickler bei Acorn wollen in Zukunft auch UKW-Empfang ermöglichen.
Ich warte noch auf Antwort vom Périodico, aber soweit ich weiß, halten lediglich 20 Haushalte in Barcelona als Versuchskaninchen her.
Nachtrag: Die Leute vom haben sich kein einziges Mal gemeldet, trotz mehrfacher Kontaktaufnahemn. Ich nehme inzwischen an, daß der Versuch also entweder im Sande verlaufen oder ungünstig ausgegangen zu sein scheint.
Online - die Zeitung der Zukunft? Internationales Forschungsprojekt am Lehrstuhl für Journalistik II der Katholischen Universität Eichstätt

Eine sehr gute Arbeit! Prof. Dr. Jan Tonnnemacher, sein Assistent Dr. Christoph Neuberger sowie die Studenten Matthias Biebl und Andre Duck haben hier ganze Arbeit geleistet.
Zitat: "Die generelle Forschungsfrage des Projekts lautete: Wie verändern sich Produktion, Angebot und Rezeption, wenn die bisher mittels Druck und Papier hergestellte und verbreitete Zeitung eine andere materielle Basis erhält?"
Die Arbeit wurde in drei Phasen realisiert:

  1. Vollerhebung der Angebote in Deutschland, Inhaltsanalyse und postalische Befragung
  2. Vier Fallstudien mit Inhaltsanalyse, Leitfadenintervies mit Redakteuren und Nutzerbefragung
  3. Gesamtnutzungsanalyse des WWW am Rechenzentrum der Eichstätter Universität

Viel mehr will ich hier gar nicht schreiben, m.E. ist es das Beste, was zur Zeit online zum Thema zu finden ist! Es scheint mir wissenschaftlich korrekt aufgebaut zu sein, auch wenn in der Onlineversion keine Fußnoten und keine Volldokumentation zu finden sind. Jedenfalls macht die ganze Arbeit einen seriösen Eindruck.
Die Ergebnisse des Projekts "Online - die Zukunft der Zeitung?" werden weiterhin in folgenden Publikationen vorgestellt:

  1. Neuberger, Christoph / Tonnemacher, Jan / Biebl, Matthias / Duck, André: Die deutschen Tageszeitungen im World Wide Web: Redaktionen, Nutzer, Angebote. In: Media Perspektiven. 1997, H.12 (12/97), S. 652-662.
  2. Tonnemacher, Jan / Neuberger, Christoph (Hg.): Online - die Zukunft der Zeitung? Erscheint im Sommer 1998.
Online Publizieren im Internet Gut, das hier ist kein eigenes Projekt, sondern lediglich WWWerbung (und Bestellmöglichkeit) für das gleichnamige Buch von Jens Bleuel. Es ist zwar mittlerweile veraltet, aber ich lasse es in der Liste stehen, weil es unter folgendem URL weiterführende links gibt:
Anhang zum obengenannten Buch, mit zahlreichen URLs zu folgenden Themen:
  • Internet: Dienstleister, Server Services, Werbung im Internet, Informationsquellen und Verzeichnissen (siehe auch Internetnutzung auf meiner Journalismusseite oder Jankos little helpers)
  • Online Publizieren: Online-Bücher, Zeitschriften, Kataloge und weiteren Informationen
  • Rezensionen, Marketing, Kommerzialisierung des Interet etc.pp.
  • Digicash
  • Ausgewählte Institutionen im Netz
Poynter Institute for Media Studies Eine unerschöpfliche Quelle. Hier gibt es nicht nur Seminare zu verschiedenen Aspekten des Jornalismus, sondern auch eine große Bibliographie zu Neuen Medien sowie eine Bibliothek, in der sich Texte (auch zum Thema New Media) direkt laden lassen.

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